Die Methode.
Unsere Methode hat einen alten Namen. Sherlock Holmes hat sie in einem Satz beschrieben, und im Kern ist sie das, was Ärzt:innen lernen, wenn sie Differenzialdiagnostik studieren: nichts vorab ausschließen, dann systematisch aussortieren, bis die Wahrheit übrig bleibt. Das Problem ist nicht die Methode — das Problem ist die Zeit, die sie braucht. In einer Sprechstunde geht das nicht. Bei uns schon.
Unsere Methode hat einen alten Namen.
Sherlock Holmes hat sie in einem Satz beschrieben — und sie ist im Grunde genau das, was Ärzt:innen lernen, wenn sie Differenzialdiagnostik studieren: nichts vorab ausschließen, dann systematisch aussortieren, bis die Wahrheit übrig bleibt. Das Problem ist nicht die Methode. Das Problem ist die Zeit, die sie braucht.
„Wenn man das Unmögliche ausgeschlossen hat, muss das, was übrig bleibt — wie unwahrscheinlich es auch sein mag — die Wahrheit sein."
- Schritt 01Wir lernen dich kennen
- Schritt 02Alle möglichen Krankheiten auf die Liste
- Schritt 03Streichen, was nicht passt
- Schritt 04Termin vorbereiten
- Schritt 05Termin findet statt — Befund kommt
- Schritt 06Liste wird kürzer — nächste Runde
Die sechs Schritte im Detail.
Was hinter jedem Schritt steht — und warum wir das anders machen können als eine Sprechstunde, die fünfzehn Minuten hat.
Wir legen uns nicht zu früh fest.
Eine der häufigsten Fehlerquellen in der Diagnostik ist die verfrühte Festlegung — wenn ein:e Ärzt:in eine plausible Erklärung findet und mit der Suche aufhört, bevor andere Möglichkeiten geprüft sind. Das ist menschlich und in einer Sprechstunde fast unvermeidlich.
Unser System verfolgt eine offene Liste plausibler Ursachen so lange, bis jede ernsthaft geprüft wurde. Auch dann, wenn die erste Erklärung gut zu passen scheint.

Wir durchsuchen die medizinische Forschung — auf deinen Fall hin.
Es gibt jedes Jahr hunderttausende neue medizinische Studien. Selbst eine spezialisierte Fachärzt:in kann nicht alles lesen, was in ihrem eigenen Feld publiziert wird, geschweige denn was in angrenzenden Feldern erscheint. Was wäre, wenn die Studie, die deinen Fall erklärt, vor zwei Jahren in einer kleinen Klinik in Adelaide veröffentlicht wurde? Niemand kann dir versprechen, dass sie dein:e Ärzt:in gelesen hat.
Unser System nimmt sich pro Recherchezyklus etwa eine Woche Zeit, durchsucht zehntausende Paper für deinen Fall, filtert das Relevante heraus. In der Alpha-Phase kontrolliert eine echte Person dieses Ergebnis Schritt für Schritt mit.

Wir finden auch die richtige Fachrichtung — und manchmal die konkrete Adresse.
Aus den verfolgten Hypothesen folgt nicht nur, was gefragt werden muss, sondern auch wen du dafür sehen solltest. Beispiel: bei einer ungeklärten Gelenkentzündung kann sich aus den Befunden ergeben, dass eine Hautkrankheit als Ursache in Frage kommt — und dann ist die nächste sinnvolle Tür die dermatologische.
Über Spezialdatenbanken können wir bei seltenen Verdachtsdiagnosen auch konkrete Spezialkliniken oder spezialisierte Ärzt:innen finden. Wo es hilft, schlagen wir es vor.

Jeder Termin beantwortet eine fokussierte Frage.
Vor jedem Facharzttermin bekommt dein:e Ärzt:in ein zweiseitiges Briefing: eine präzise Frage und der relevante Hintergrund über dich. Du musst nicht deine ganze Geschichte erzählen. Der Termin kann mit dem Schweren anfangen.
Und wenn die:der Ärzt:in zurückkommt mit „das ist es nicht“ — auch das ist Fortschritt. Es verkürzt die Liste.

Schleifen, keine Gerade.
Jeder neue Befund fließt in das Gesamtbild zurück. Die Methode beginnt von vorne, jetzt mit mehr Information. Das ist nicht ein Aufschub — das ist die Methode.
Auch wenn du heute keine Energie hast, läuft im Hintergrund weiter, was wir tun können: Literaturrecherche, Befundordnung, das Verknüpfen neuer Daten. Du verlierst keinen Tag, nur weil du einen schlechten Tag hast.

Die Diagnose stellt am Ende immer ein Mensch.
Wir entscheiden nicht, was du hast. Wir bereiten so vor, dass dein:e Ärzt:in fundiert entscheiden kann — mit allen Befunden, der passenden Forschung, der konkreten Frage.
Eine wirkende Therapie bestätigt am Ende die Diagnose. Bis dahin bleiben wir vorsichtig.

Dein:e Data Scientist. Eine echte Person. Vom ersten Gespräch bis zur Diagnose.
In der Alpha-Phase wird dir eine echte Person zugewiesen, die dich vom ersten Gespräch bis zur Diagnose begleitet — die ganze Zeit dieselbe Person. Wir nennen diese Rolle Data Scientist, weil das ehrlich beschreibt, was sie tut: Daten analysieren, Literatur durchgehen, Recherchen kontrollieren, Algorithmen für deinen konkreten Fall einrichten.
Stell dir vor, du hättest einen medizinischen Assistenten, der unbegrenzt Zeit und Motivation hat. Er kann zehntausende Studien in Stunden durchsehen. Er schläft nie. Er macht keine Denkfehler, weil er müde ist. Klüger als ein:e Ärzt:in ist er deshalb nicht — und er muss es auch nicht sein. Das letzte Wort hat immer dein:e Ärzt:in.
Was er kann, ist ergänzen, was eine Sprechstunde nicht leisten kann: Tage Recherche, vollständige Hinterfragung, geduldiges Verknüpfen von allem, was über deinen Fall bekannt ist. Nicht im Wettstreit mit den Ärzt:innen — sondern an ihrer Seite.
Der menschliche Teil des Bildes. Erreichbar per Chat in der App für asynchrone Fragen, in geplanten Teams-Calls für Dinge, die ein Gespräch brauchen.
Kein:e Ärzt:in. Sie behandelt nicht, verschreibt nicht, diagnostiziert nicht — das ärztliche Urteil bleibt bei deinen Ärzt:innen.

Der erste Call.
Bevor du die App überhaupt installierst, gibt es einen Onboarding-Call mit uns. Etwa eine halbe Stunde bis Stunde, je nachdem wie das Gespräch läuft. Vorab schickst du uns einen kurzen Überblick über deine Situation — ein paar Sätze reichen.
Im Call lernen wir uns gegenseitig kennen, stellen dir das System vor, gehen vielleicht schon den ersten Teil der Anamnese zusammen durch, und richten die App ein. Wir reden über deine Krankheit, was wir erwarten können, was nicht. Du entscheidest danach, ob du teilnehmen willst — und wir entscheiden, ob wir gut helfen können. Wenn es nicht passt, sagen wir das ehrlich.
Drei Dinge brauchen wir von dir. Wir sagen vorab, wie viel.
Wenn deine Energie knapp ist, hilft Vorhersehbarkeit. Hier ist, womit du rechnen kannst — kein Schock, keine versteckten Aufwände.
Die intensivste Phase sind die ersten zwei Wochen.
Du kannst die Anamnese aufteilen, wie du willst. Heute zehn Minuten, übermorgen zwanzig. Es gibt keinen Termindruck von unserer Seite.
Danach: deutlich weniger. Kurze Rückfragen per Push, optional ein kurzes Tagebuch (wenige Minuten am Tag, wenn überhaupt). Plus die Facharzttermine, die du sowieso haben würdest.
Anamnese ist anstrengend. Wir wissen das.
Die App ist so gebaut, dass du jederzeit pausieren und später weitermachen kannst, ohne von vorne anzufangen. Wenn du heute keine Energie hast, läuft im Hintergrund trotzdem etwas — Literaturrecherche, Befundordnung.
Wenn eine andere Person dich unterstützt — Partner:in, Eltern, erwachsene Kinder — können sie viele Schritte übernehmen oder vorbereiten: Anamnese-Antworten vorausfüllen (Lücken füllst du später), Dokumente von Ärzt:innen anfordern, mit uns telefonieren, Termine ausmachen. Du musst nicht alles selbst tippen.
Wir brauchen in dieser Phase Tester:innen, nicht Kund:innen. Das Programm ist aus Eigenmitteln finanziert, wir müssen aktuell nicht verdienen — wir müssen lernen, was an echten Fällen funktioniert.