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Tom und Christoph.

Wer das hier macht — und der Fall, mit dem alles angefangen hat.

§XI · Wer das hier macht

DxApp wird von Tom und Christoph entwickelt.

Reflektierte Patient:innen googeln sowieso — wir wollen die Zeit sparen, indem wir hier sagen, was zu wissen ist.

Tom, Halbporträt
Co-Founder · Data Science
Tom

Über zehn Jahre Arbeit an komplexen Datensystemen für große Unternehmen — KI-Anwendungen, Information Retrieval, Arbeit mit großen wissenschaftlichen Datenbanken.

Der Patient aus der Bouldering-Geschichte in §IV.b — das hat unsere Sicht auf das Problem geprägt.

Christoph, Halbporträt
Co-Founder · Data Science
Christoph

Mehr als ein Jahrzehnt im Engineering von KI- und Such-Systemen — von industrieller Datenverarbeitung bis hin zur Arbeit mit umfangreichen wissenschaftlichen Korpora.

Warum wir das machen

Wir wollen irgendwann nicht mehr Software für Konzerne bauen, sondern für Menschen, denen wir tatsächlich helfen können.

Wir sind selbst betroffen — nicht im Sinne einer schweren chronischen Krankheit, aber genug, um die Ohnmacht zu kennen, die kommt, wenn niemand sagen kann, was los ist.

Was wir nicht haben — und ehrlich nicht haben

Klein, eigenfinanziert, ohne Beirat.

  • Keine Ärzt:innen im Gründungsteam.
    Das sind wir nicht und behaupten wir nicht zu sein. Was wir sind: Data Scientists mit Erfahrung in komplexen Wissenssystemen. Die klinische Expertise im Programm kommt durch die Ärzt:innen, mit denen unsere Patient:innen ohnehin arbeiten — und nach der Alpha-Phase auch durch direkte Zusammenarbeit mit Kliniken.
  • Aktuell keinen klinischen Beirat.
    Wir arbeiten daran, das ist aber noch nicht so weit.
  • Keinen Standort in einer Klinik.
    Wir sind ein kleines, eigenfinanziertes Team.
  • Keine vorgefertigte Geschichte erfolgreicher Fälle.
    Mit denen wir uns schmücken könnten — wir haben einen.
Persönlich erreichbar
Wenn du uns direkt erreichen willst, geht das. Keine Hotline, keine Tickets.
→ kontakt@dxapp.health
§IV.b · Unser eigener erster Fall

Wie das in der Praxis aussah — an unserem eigenen Fall.

Bevor wir andere Patient:innen begleitet haben, haben wir die erste Version des Systems an einem von uns ausprobiert. Keine Vorher/Nachher-Inszenierung — der Punkt der Geschichte ist die Mechanik, nicht der Heldenmoment.

Einer von uns ist Ultramarathonläufer. Eine Verletzung, drei Monate Pause — und nach dieser Pause begann der Fuß zu schmerzen. Seltsam: warum erst nach drei Monaten? Über die nächsten Monate wurde es schlimmer. Keine fünfhundert Meter Spaziergang mehr ohne Schmerzmittel. Beziehung leidet, Alltag schrumpft.

Hausarzt: kein klares Bild, Ibuprofen. Zwei Monate Wartezeit auf die Fachärztin. MRT, Röntgen, alle Untersuchungen sorgfältig. Klare Entzündung im Bild — aber niemand konnte erklären, woher sie kommt. Empfehlung: nochmal drei Monate Pause.

Wir sind Data Scientists. Also haben wir die erste Version unserer Diagnose-Software gebaut und unseren eigenen Fall reingegeben. Das System stellte ähnliche Fragen wie die Ärztin: welche Bewegungen, welche Belastung, welche Verschlechterungsmuster. Und hier kommt der Punkt: er hat — als Patient — die falsche Antwort gegeben.

Weil er keine Ultras mehr laufen konnte, hatte er Bouldern angefangen. Wurde besser, kaufte sich engere Kletterschuhe. Während des Kletterns und am Tag danach tat der Fuß nicht weh — erst zwei Tage später. Als Patient konnte er den Zusammenhang nicht sehen. Also sagte er der Ärztin: nach dem Klettern wird es nicht schlimmer. Sie hat ihm geglaubt. Sie war eine gute Ärztin, und mit mehr Zeit hätte sie genau diese Aussage hinterfragt. Aber sie hatte keine Zeit. Er hatte ja schon zwei Monate auf den Termin gewartet.

Das System hatte Zeit. Es recherchierte, fand die Literaturlage zu druckbedingten Entzündungen — und es stellte die eigene Aussage des Patienten in Frage: könnte es nicht doch an den engen Schuhen liegen? Die Datenlage passte zu gut, um das nicht zu testen.

Also wurde experimentiert. Alte, lockere Schuhe: zwei Stunden intensives Klettern, keine zusätzlichen Schmerzen am übernächsten Tag. Enge Schuhe: vierzig Minuten lockeres Klettern, deutlich schlimmer. Zwei Tage später wieder lockere Schuhe, zwei Stunden intensiv, nichts. Der Druck war die Ursache der Entzündung, die im MRT sichtbar, aber unerklärt war.

Neue Schuhe, ein paar Monate Geduld, bis die Entzündung abklang. Die Diagnose wirkt im Nachhinein trivial — das geht oft so, wenn man die Antwort kennt. Die Ärztin hätte das mit genug Zeit zum Hinterfragen und Experimentieren wahrscheinlich auch gefunden. Sie hatte sie nicht. Computer haben unbegrenzt davon.